UNESCO-Welterbestätten und die schönsten Orte Italiens im Sattel erkunden: die Top Seven von Italy Bike Hotels

Von den Dolomiten bis zu den Abruzzen, von den Weinbaulandschaften des Piemont bis zu den auf Felsen ruhenden und zwischen Land und Meer eingezwängten Orten der Blumenriviera: Historische Altstädte, Naturparks, Küsten, Meer, Gebirge und sanfte Hänge schaffen einen Mix, um den uns die ganze Welt beneidet. Mit anderen Worten: ein Schrein voller Kostbarkeiten mit der größten Zahl an Welterbestätten der UNESCO (ganze 53). Landschaften, die nicht nur ästhetisch unglaublich reizvoll sind, sondern auch wie geschaffen sind für stimmungsvolle, gesunde und naturverbundene Ausfahrten mit dem Fahrrad.

Hier sieben Locations, die Ihre Lust auf Radtouren in diese postkartenschönen Landschaften anregen werden. Sie werden nie wieder weg wollen!

Asolo
(Prosecco Area)

Asolo © Hotel Canova

Zwischen der venetischen Poebene und dem Hügelgebiet, das den Voralpen bei Belluno vorgelagert ist, handelt es sich bei Asolo um einen auf einem Hügel thronenden mittelalterlichen kleinen Ort (einen der schönsten Italiens). Die beste Zeit, um in diesem Gebiet zu biken, ist das Frühjahr, wenn die Kirsch- und Pfirsichblüte die Landschaft in wundervolle Farben taucht. Asolo ist aber auch für seinen Weinanbau berühmt: Colli Asolani-Prosecco oder Asolo-Prosecco DOCG erblicken hier das Licht der Welt.

Asolo ist rund 15 km von Cavaso del Tomba entfernt – der ideale Ausgangspunkt für Ihre Radtour.

 

Peschiera del Garda und Borghetto
(Gardasee)

Peschiera del Garda

Im südlichen Teil des Gardasees liegen Peschiera del Garda (kürzlich zum Unesco-Welterbe erklärt) und Borghetto.

Peschiera ist ein echtes Meisterwerk der Militärtechnik. Eingeschlossen in einen imposanten fünfeckigen Mauerring, diente der Ort viele Jahre als Festung zur Verteidigung des Sees und des Flusses Mincio. Von hier können Sie zur Erkundung des am Mincio gelegenen kleinen Mühlendorfes Borghetto aufbrechen, das für seine charakteristische Atmosphäre bekannt ist. Ein Radweg, der Peschiera mit Mantua verbindet, führt Sie an den Ufern des Flusses entlang dorthin.

Dolomiten

Dolomiti

Ihre gebieterischen Gipfel von über 3.000 m Höhe sind mittlerweile in aller Welt berühmt, aber um die Faszination der Dolomiten wirklich zu erfassen, sollte man sich nicht auf das Betrachten von Fotos beschränken. Die auf die Provinzen von Belluno, Bozen, Trient, Udine und Pordenone verteilte Gebirgskette der Dolomiten, die eine Gesamtfläche von 231.000 Hektar einnimmt, ist aus dem charakteristischen bleichen Kalk-Dolomitgestein entstanden, dem die Erosionserscheinungen ihre grotesken und eindrucksvollen Formen aufgedrückt haben.

Über Trails, Saumpfade und Singletracks geht es durch dichte Wälder, Sie können aber auch auf den durchs Tal führenden Radwegen riden und das Schauspiel des Alpenglühens genießen, das die Felswände bei Sonnenauf- und -untergang in Farben taucht, die von Hellgelb bis Feuerrot reichen, um anschließend die unterschiedlichsten Rosa- und Violetttöne anzunehmen und schließlich ganz in der Nacht zu verschwinden. Gönnen Sie sich dieses unvergessliche Schauspiel – natürlich live!

Die Blumenriviera
(Ligurien)

Riviera dei fiori

Sei es nur zur Erkundung von geschichtsträchtigen Orten, die zwischen Land und Meer eingezwängt auf hohen Felsen gebettet sind, oder auf der Suche nach einer Destination, in der das Klima das ganze Jahr über mild ist und ein entschleunigter Tourismus fernab von aller Hektik den Tagesrhythmus bestimmt, ist die Blumenriviera immer eine Reise wert und  ein „Must-Do“ für alle Radsportfans. Seien wir einmal ehrlich: Es wird schwerfallen, dem farblichen Kontrast zwischen dem Grün der steilen Hänge und dem tiefen Blau des Meeres zu widerstehen.

Von den unzähligen Trails in den Hügeln mit den hoch über dem Meer angelegten Terrassen, bis zu den Rennradstrecken entlang der Küste zur Ciclovia dei Fiori, einem kürzlich stillgelegten Gleisabschnitt der alten Bahnstrecke Genua – Ventimiglia, überzeugt die Blumenriviera durch viel Abwechslungsreichtum.

Weinbaulandschaften des Piemont
(Langhe-Roero und Monferrato)

Piemonte

Auch wenn man kein Weinliebhaber ist, muss man diesen Landstrich einfach lieben. Das lebhafte Auf und Ab der Hügel, geprägt vom Wandel der Jahreszeiten, formt das Landschaftsbild. Hügeliges Land, so weit das Auge reicht, wo das mit Rebzeilen bestellte Terrain rigorose Geometrien zeichnet, aber auch prachtvolle Burgen, die über mit Dörfern, Pfarreien und Weinstuben durchzogenen Täler wachen. Entstanden ist diese wundervolle Kulisse von Langhe, Roero und Monferrato aus dem gemeinsamen Wirken von Mensch und Natur heraus.

Schwingen Sie sich also aufs Rad und lassen Sie sich vom Duft der Reben entführen, fernab von Lärm und Schmutz, und machen Sie zwischendurch Halt in einer typischen Trattoria und erfreuen Sie sich an Agnolotti (Teigtaschen), Brasato (Rinderschmorbraten), Trüffeln und warmen Haselnusstörtchen, einer Spezialität von Neive, einem der schönsten Orte Italiens, womöglich begleitet von einem Kelch Barbaresco. Auf Ihr Wohl!

San Leo und Verucchio
(Pantani Land & Republik San Marino)

San Leo © Hotel Arizona

Der wie durch ein Wunder auf einem 600 m hohen enormen Felssporn liegende mittelalterliche Ort San Leo blickt stolz auf eine tausendjährige Geschichte zurück. Es ist nicht zu verwechseln mit der Republik San Marino, die sich gleich in seinem Rücken abzeichnet. Um sich mit dem Straßenrad auf eine Tour in die Geschichte zu begeben, ist die Küste von Rimini und Riccione der ideale Ausgangspunkt: Ungefähr 40 km sind es bis hierher.

Auf dem Weg werden Sie noch einem weiteren Ort begegnen, der zu den schönsten in Italien zählt: Verucchio, der mit seiner erhabenen Position das Marecchiatal beherrscht. Wenn Sie Verucchio als Ausgangspunkt wählen, empfehlen wir Ihnen einen Ritt mit dem Mountainbike über den „Cinghialiaia”-Trail bis Montebello und von dort weiter nach San Leo. Das Aushängeschild dieser 35 km langen Tour ist der technisch sehr anspruchsvolle Singletrack bergab nach Pietracuta. Überzeugen Sie sich selbst!

Civita di Bagnoregio (Rom & Hügel)

Civita di Bagnoregio

Eine Landschaft, die höchst bizarr anmutet. Das ist das, was Sie erwartet, wenn Sie Civita di Bagnoregio („die sterbende Stadt”) und das von erosionsbedingten tiefen Einschnitten im Terrain geprägte Tal Valle dei Calanchi zum Anlaufziel gewählt haben.
Die Strecke, die Sie mit diesem Gebiet bekannt machen wird, misst rund 140 km und startet in Viterbo, führt über Bagnoregio nach Civita di Bagnoregio, und schließlich über Orvieto, Montefiascone und Vetralla zurück nach Viterbo.

Wir versichern Ihnen, dass diese unglaubliche Destination die Mühen unbedingt wert ist. Los geht’s!

Val d’Orcia
(Toskana)

Val D'Orcia

Wenn von der Toskana die Rede ist, denkt man sogleich an sanft gewölbte Hügel, die dicht bewachsen sind mit Weinbergen, Olivenhainen, Zypressen, Buchen- und Kastanienwäldern, hin und wieder unterbrochen von alten mittelalterlichen Dörfern, Landhäusern und Turmfestungen, die sich in der einsamen und friedvollen Natur verlieren. Dies ist die Toskana, eine malerische Kulisse, die immer wieder für Überraschungen gut ist.

Mit seinem sanft gerundeten Hügelland und den wenig befahrenen Straßen ist das Tal Val d’Orcia wie geschaffen für Radtouren und wird deshalb von vielen Fahrradtouristen angelaufen, die es sich zum Ziel gesetzt haben, die Sehenswürdigkeiten im Sattel ihres Rades zu erkunden. Beim Biken in diesen Gefilden wird man leicht auf die so genannten „Schotterwege” stoßen, bei denen es sich für gewöhnlich um nicht asphaltierte Feldwege handelt, die an bestellten Feldern entlang führen und von Zypressen gesäumt sind und auf denen auch epische Rennen wie die L’Eroica ausgetragen werden. Rein in den Sattel und auf geht’s nach Castiglione d’Orcia, Montalcino – Heimat des berühmten Brunello di Montalcino und einen der beliebtesten Weine der Toskana –, Pienza (die ideale Stadt), Radicofani und San Quirico d’Orcia, mit einem Zwischenstopp in Bagno Vignoni mit seinen Thermalquellen, an denen sich bereits die alten Römer erfreuten.

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